Katzennotfall auf Mallorca, Santuari Senyora de Cura de Randa, Arbeitskreis Tierschutz Randa
News 18. Februar 2012: Sherry und Marino sind die ersten Tiere, die nun kastriert (FiV/Leukose getestet) den Weg nach Deutschland antraten und hier ein wunderschönes Zuhause fanden. Die Gesamtkosten von 410,- Euro (ärztliche Versorgung und Flugkosten) reduzierten sich um 200,- Euro durch die Vermittlungsgebühr der neuen Besitzer. Der verbleibende offene Posten von 210,- Euro konnte durch unsere Spenden gedeckt werden.Vielen Dank hierfür. Vielleicht finden wir weitere Menschen, die einer Katze (siehe Bericht vom 31.01.2012) ein Zuhause geben können, oder bereit sind eine kleine Spende zu tätigen.


News 31. Januar 2012: wetterbedingt konnte vor Ort in den letzten Wochen nicht viel bewegt werden. Leider verhallte auch der Spendenaufruf fast achtlos, so muss die geplante Reise im Februar verlegt werden. Vor Ort sind die Katzenschützer trotzdem weiter aktiv. Aktuell gab es wieder Katzenzuwachs, mindestens 4 neue Tiere fanden sich in der Umgebung ein. Vor Ort werden die Tiere eingefangen, kastriert und gechipt. In wenigen Wochen könnten diese Tiere auch ein Zuhause in Deutschland finden. Vielleicht bei Ihnen? Für mehr Informationen oder Interesse melden Sie sich bitte: sreuterv@t-online.de

Dezember 2011: auf Mallorca, zwischen Allgaida und Llucmajor, befindet sich das Kloster Randa “Santuari Senyora de Cura de Randa” aus dem 14. Jahrhundert. Es wird heute noch von Mönchen bewohnt und betrieben. Viele tausend Pilger und Besucher sind jedes Jahr an diesem heiligen Ort. Es ist ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit, fast schon ehrfürchtig. Im klostereigenen Restaurant genießen Gäste die mallorquinische Küche und eine wunderbare Aussicht. Im klostereigenen Garten sitzen jedoch Geschöpfe, die auf himmlische Hilfe warten (Fotos vom 07.12.11). Entweder schaut man weg oder man unternimmt etwas gegen das Katzenelend.

Das Tierheim Bonn hat vor Jahren den Arbeitskreis Tierschutz ins Leben gerufen, der nun Pate für das Mallorcaprojekt wird. Ansprechpartner im Tierheim Bonn, Bereich Katzen: Sabine Reuter oder sreuterv@t-online.de.
Vorab möchte ich Ihnen die wichtigsten Fragen beantworten:
- Das Projekt wird sich aus Spenden finanzieren, da das Tierheimbudget für unsere Tiere benötigt wird.
- Begleitet wird das Projekt in Randa durch 1-2 Ehrenamtliche, die auf Mallorca leben.
- Die Steuerung und Budgetverantwortung aus Ihren Spenden liegt im Vorstandsbereich Katzen. 1 – 2 x im Jahr werden die Aktionen persönlich vor Ort mit vorbereitet und begleitet. Die Reisemittel werden privat getragen.
- Wenn Sie die Aktion mit einer kleinen Spende unterstützen möchten: Volksbank Bonn Rhein Sieg, Konto: 2014017022, Bankleitzahl: 380 60 186, Empfänger: Arbeitskreis Tierschutz Europa Randakatzen.
- Es ist geplant, die Katzenpopulation (bisher bekannt ca. 25 unkastrierte Tiere) durch gezielte Fang, Kastrations- und Kennzeichnungsaktionen (und ggf. Katzenvermittlungen vor Ort) langfristig zu reduzieren. Tiere, die nicht vermittelbar sind, können zum Kloster zurück kehren.
- Hierzu ist es erforderlich, dass die Tiere regelmäßig gefüttert werden. Tiere mit einem regelmäßigen Tagesablauf werden etwas zutraulicher und können besser eingefangen werden.
- Auf Mallorca werden wir mit der Europaklinik in Palma und der Tierarztpraxis Kami van Bömmel in Llucmajor arbeiten. Die Kastrationspreise betragen bei einem Kater 40,- und bei einer Katze 60,- Euro zzgl. Kennzeichnung. Bei schlimmen Verletzungen versuchen wir ebenfalls die Tiere ärztlich zu versorgen.
Ich weiß, dass es auch auf Mallorca viele private Initiativen als auch Vereine gibt. Warum brauchen wir dann noch eine?
Ich nehme Sie mit zu meinen letzten prägenden Urlaubserlebnissen auf Mallorca 2011:
03. Oktober 2011. Das Landesinnere von Mallorca zieht mich besonders an. So besuchte ich den Klostergarten in Randa bis ein laut miauender Kater meine Neugier weckte. Er hatte Hunger und war auf der Suche nach Essresten. Ich folgte ihm über das Gelände und landete bei den Müllcontainern der Gastronomie auf der Rückseite des Klosters. Er und 6 weitere Tiere bedienten sich aus den Müllcontainern. Nicht in die Container kamen die kleinen Katzenkinder. Es waren vielleicht 5 Jungtiere und ihr Zustand war nicht gut, abgemagert, struppig, entzündete Augen, 2 der Katzenkinder atmeten kaum noch.
Eine weitere Katze sah ich und nannte sie Lucy. Lucy´s Körper wies überall offene und blutige Wunden, entstanden durch Parasiten und Ekzeme, auf. Ein Gefühl zwischen Ekel, Mitleid und Ohnmacht berührte mich. Wie andere Touristen konnte ich nichts tun und begab mich auf den Heimweg. In Llucmayor sah ich eine Arztpraxis. Impulsiv hielt ich an und bat die Ärzte um Unterstützung. Bereits mehrere Urlauber hatten über Lucy berichtet, aber keiner konnte/wollte sie einfangen.
Mit einer Katzenfalle im Auto fuhr ich nach Randa zurück. Leider ging Lucy nicht in die Falle. Mein Besuch sollte jedoch nicht umsonst sein. Zumindest 2 schwer erkrankte Katzenkinder konnte ich fangen und in die Praxis fahren.
04. Oktober 2011. Mit Schinken und Lebendfalle im Gepäck fuhr ich erneut nach Randa. Es dauerte mehrere Stunden bevor die verwundete Lucy in die Falle ging. In dieser Zeit beäugten mich sehr viele Touristen, die meisten schauten verlegen weg. Einige Besucher waren der Meinung, ich sollte das Elend nicht noch mit Futter unterstützen.
Einzig eine Frau im mittleren Alter fragte, was nun mit der Katze passiere? Sie hätte die verletzte Miez schon die ganze Woche gesehen, aber nichts tun können. Erst war ich sprachlos, dann stieg mir die Röte ins Gesicht und ich fragte fassungslos: “Sie sehen tagelang eine verletzte Katze und fragen nun was mit ihr passiert?”
So kamen wir zwangsläufig ins Gespräch und ich erläuterte mein Vorhaben. Über die Kosten hatte ich mir keine Gedanken gemacht. Darauf überreichte sie mir 20,- Euro als Teil für die anstehende Behandlung. Das war der Beginn, aus einem Impuls heraus, über eine Idee bis zur ersten Tat.
- 04.10.2011: Lucy war nicht vermittelbar und wurde von der Praxis kastriert, gekennzeichnet und gesund zum Kloster zurück gebracht. Diese Kosten wurden von der Touristin und mir übernommen.
- 03.10.2011: Schmutzie erholte sich in der Praxis, die Ekzeme sind verschwunden. Da sie nicht vermittelbar war, lebt sie nun ebenfalls im Kloster, ohne Nachwuchs zu fördern. Diese und Moglis Behandlung übernahm freundlicherweise die Praxis van Bömmel.
- 03.10.2011: Mogli entwickelte sich während der Genesungsphase in der Praxis zum Schmusekater und konnte gut vermittelt werden.
- 18.02.2012: Sherry und Marino fanden ein Zuhause in Deutschland.
Sie können die Randakatzen unterstützen:
- Indem Sie das Projekt in Ihrem Freundeskreis bekannt machen.
- Oder eine kleine Spende tätigen.
- Sich vielleicht als Flugpate (n) zur Verfügung stellen! www.flugpaten.de ist ein Portal, indem man frühzeitig Flugreisedaten hinterlegt, wenn Sie bereit sind ein Tier ins Heimatland zu begleiten. Örtliche Tierschutzvereine vermitteln ihre Tiere z.B. nach Deutschland. Selten kann der Besitzer sein Tier persönlich abholen. Die Tierschutzvereine suchen dringend Flugpaten und setzen sich mit Ihnen in Verbindung. Ebenfalls werden die Kosten übernommen. Am Zielflughafen wird das Tier, entweder von Tierschützern oder vom Besitzer, dankend entgegen genommen. Ich habe das bereits mehrmals mit Freude übernommen.






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